Zahnhygiene ist wichtig, das wussten schon die Römer in der frühen Antike. Sie nutzten damals eine Mischung aus Muschelkalk und Marmorstaub zur Zahnreinigung, was jedoch den Zähnen wohl auf Dauer mehr geschadet als genutzt hat. Zum Glück hat sich die Zahnmedizin so weit entwickelt, dass wir mit der Zahnbürste in nahezu jeden Winkel des Mundes gelangen und mit den passenden Hilfsmitteln, wie zum Beispiel Zahnseide und Mundspülung, eine umfassende Reinigung vornehmen können. Der Nachteil hierbei ist: Es gibt zwar ein großes und vielfältiges Angebot, jedoch bestehen viele Zahnbürsten aus Kunststoff und einige Zahnpasten enthalten Mikroplastik. Gerade in einer Zeit, in der Klimaschutz ein so sehr wichtiges Thema geworden ist, fragen sich sicherlich viele Menschen, ob es kunststofffreie Alternativen gibt. Wir von der Zahnarztpraxis Kleinert+Kleinert in Zuffenhausen geben Ihnen die Antwort.

Zahnbürste aus Bambus

Zahnbürsten sind in der Regel komplett aus Kunststoff. Beim Putzen können Schadstoffe freigesetzt werden, die in den Körper gelangen. Zudem fällt bei einem regelmäßigen Wechsel der Bürste, der spätestens nach zwei Monaten zu empfehlen ist, unglaublich viel Plastikmüll an. Weder für den Körper noch die Umwelt ist dies sonderlich gesund. Deshalb ist die Nutzung von Zahnbürsten aus Bambus, also einem natürlichen und nachwachsenden Rohstoff, zu empfehlen. Eine Zahnbürste aus Bambus ist somit nachhaltig und für umweltbewusste Nutzer eine echte Alternative.

Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass die Borsten nicht aus Tierhaaren bestehen, denn diese lassen sich nur schwer reinigen, was es Bakterien und Viren leicht macht, sich dort einzunisten. Doch um auch nachhaltige Borsten zu erhalten, sollte beim Kauf darauf geachtet werden, Nylon-Borsten zu wählen, die aus Rizinusöl hergestellt werden. Ist die Zahnbürste abgenutzt, kann sie unbedenklich in den Bio-Müll geworfen werden. Alternativ ist es eine Option, eine Zahnbürste zu wählen, bei der zumindest der Bürstenkopf gewechselt werden kann. Somit muss nicht gleich die komplette Zahnbürste, sondern nur der Kopf getauscht werden, was ebenfalls Plastikmüll reduziert.

Zahnputztabletten als Ersatz für Zahnpasta

Die Zahnpasta ist neben der Zahnbürste natürlich der wichtigste Bestandteil für den Erfolg der täglichen Zahnhygiene. Ohne sie riecht der Atem weniger frisch und das Gefühl von Reinheit und Sauberkeit der Zähne ist weniger stark ausgeprägt. Doch leider sind in Zahnpasta oftmals kleine Kunststoffteilchen, sogenanntes Mikroplastik, oder ähnlich schädliche Inhaltsstoffe enthalten, die den Reinigungseffekt unterstützen. Einen Ersatz zu finden, der zudem auch ohne den Plastikmüll auskommt, den die Tuben verursachen, ist nicht leicht. Eine Möglichkeit wären Zahnputztabletten. Diese werden einfach im Mund zerkaut, bis sie schäumen. Dann kann wie gewohnt geputzt werden.

Plastikfreie Helferlein bei der Zahnreinigung

Für eine umfassende Reinigung ist Zahnseide unverzichtbar, das kann jeder Zahnarzt bestätigen. Auch hier muss nicht zwingend Kunststoff verwendet werden, es geht auch ohne, beispielsweise mit Zahnseide aus echter Seide. Meist wird diese mit natürlichem Bienenwachs überzogen. Übrigens sollten Sie Zahnseide niemals in der Toilette entsorgen, da Kunststoff sich nicht zersetzt und daher die Abflüsse verstopfen kann.

Wer statt Zahnseide lieber Interdentalbürsten benutzt, muss keinesfalls auf eine nachhaltige Alternative verzichten. Ähnlich wie bei Zahnbürsten gibt es Interdentalbürsten aus Bambus. Als umweltbewusster Plan B für die Zungenreinigung dient der Zungenschaber aus Edelstahl statt Kunststoff. Hier sind garantiert keine Weichmacher zu finden und die Haltbarkeit ist nahezu unbegrenzt.

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