Die überwiegende Mehrheit von Patienten, nämlich 90 Prozent, reinigt die Zähne mindestens einmal täglich mit der Zahnbürste. Doch allein mit Zähneputzen ist eine langfristige Zahngesundheit nicht zu erlangen, denn nicht alle Bereiche des Gebisses kann die Zahnbürste erreichen. Zahnzwischenräume bleiben oft gänzlich unberührt. Doch gerade diese Bereiche sind sehr anfällig für Karies, da sich dort oftmals Essensreste ansammeln. Eine tägliche Reinigung ist daher auch hier besonders wichtig. Es stehen verschiedene Methoden zur Wahl, sei es Zahnseide, eine Interdentalbürste oder Mundduschen. Welche Methode genutzt wird, hängt jedoch auch von den Bedürfnissen des Patienten ab. Unsere Zahnärzte aus Zuffenhausen erklären Ihnen, warum eine Munddusche ein nützliches Hilfsmittel sein kann.

Studien belegen Effizienz von Mundduschen

Die letzten Zweifel an der Wirksamkeit von Mundduschen sollten spätestens nach dem Ergebnis einer neuerlichen US-Studie verfliegen. Hierin wurde der Effekt des Wasserstrahls einer Munddusche auf Zahnoberflächen, die mit Plaque besiedelt waren, untersucht. Drei Sekunden bei mittlerem Druck reichten bereits aus, um nahezu 100 Prozent (tatsächlich waren es 99,9 Prozent) des Biofilms zu entfernen. Auch eine japanische Studie belegt diesen positiven Effekt. Die Beläge der Probanden aus den letzten 48 Stunden wurden fünf Sekunden mit unterschiedlichen Druckstärken behandelt. Sie konnten um mehr als 85 Prozent reduziert werden.

Effekt: Weniger Zahnfleischbluten

In einem weiteren Test verwendeten 108 Patienten über einen Zeitraum von 28 Tagen zusätzlich zum Zähneputzen zwei Minuten entweder eine Munddusche oder gewachste Zahnseide. Festgestellt wurde bei den Anwendern der Munddusche ein niedrigerer Blutungsindex, also ein geringeres Risiko für Zahnfleischbluten als bei den Nutzern von Zahnseide. Der gleiche Test wurde bei Probanden mit Implantaten durchgeführt. Nach 30 Tagen verringerte sich das Risiko bei 18 von 22 Implantaten signifikant, während es mit Zahnseide nur bei 6 Implantaten gelang, das Risiko zu minimieren.

Für jeden Patienten geeignet

Der Wasserstrahl der Munddusche erreicht auch schwer zugängliche Stellen, wie zum Beispiel Zahnfleischtaschen und entfernt Beläge von Brücken, Kronen und Zahnspangen. Patienten, die zur Behandlung von Parodontaltaschen antibakterielle Lösungen in die Hohlräume einbringen müssen, können von der Munddusche definitiv profitieren. Bei Spangenträgern ist der Vorteil einer Munddusche gegenüber von Zahnseide deutlich belegt. Die Munddusche reinigt die Brackets wesentlich effektiver und reduziert somit die Beläge, mindert gleichzeitig auch Zahnfleischbluten.

Aufgrund der einfachen Bedienung eignen sich Mundduschen auch für Patienten, die körperlich in ihren Bewegungen eingeschränkt sind und denen das Zähneputzen oft schwerfällt. Es muss lediglich der Düsenaufsatz innen und außen an den Zahnreihen entlanggeführt werden – deshalb sind die meisten Mundduschen auch schon für Kinder ab sechs Jahren geeignet.

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