Der Anteil an Karieserkrankungen ist derzeit kontinuierlich am Sinken, wie die Fünfte Deutsche Mundgesundheitsstudie 2014 herausgefunden hat. Darin wurde festgestellt, dass acht von zehn 12-jährigen Kindern heute kariesfrei sind. In dieser Altersgruppe liegt die durchschnittliche Karieserfahrung bei 0,5 Zähnen. Deutschland ist hier absolute Weltspitze. Grund dafür sind unter anderem regelmäßige Kontrollen beim Zahnarzt und die Versiegelung der Backenzähne (Fissurenversiegelung). Diejenigen, deren Zähne versiegelt wurden, haben ein dreifach niedrigeres Risiko für Karies als Kinder, bei denen keine Versiegelung vorgenommen wurde. Frühzeitige Erkennung von Problemzonen im Gebiss und die rechtzeitige Behandlung sind der Schlüssel für diesen Erfolg. Die Hälfte der kariösen Defekte, die bei der Einschulung (und damit auch bei der Gruppen- und Individualprophylaxe) festgestellt werden, entstehen in den ersten drei Lebensjahren.

Doch trotz dieser Erfolge ist bei Kindern im Vorschulalter noch immer die frühkindliche Karies die häufigste chronische Krankheit. Ursache hierfür ist eine Versorgungslücke bei der Behandlung von Nuckelflaschenkaries. Diese Lücke wird seit dem 1. Juli dank neuer zahnmedizinischer Leistungen für gesetzlich krankenversicherte Kleinkinder bis zum 33. Lebensmonat geschlossen. Welche Leistungen das sind, erfahren Sie von Ihrem Zahnarzt in Zuffenhausen nahe Stuttgart.

Neue Früherkennungsuntersuchungen für Kleinkinder

Bisher bestand seit dem Jahr 1999 für Kinder bis zum sechsten Lebensjahr der gesetzlich verankerte Anspruch auf drei zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen auf Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten – jedoch werden diese erst ab dem dritten Lebensjahr durchgeführt. Daraus entstand für Kleinkinder unter drei Jahren die angesprochene Versorgungslücke. Um diese zu schließen, haben die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) und der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) nach dem Konzept der Zahnärzteschaft den Anspruch auf drei Früherkennungsuntersuchungen für Kleinkinder eingeführt.

Grundsätzlich wird bei den Früherkennungsuntersuchungen zunächst die Mundhöhle untersucht und das Kariesrisiko abgeschätzt. Außerdem klärt der Zahnarzt über richtige Ernährung und gezielte Mundhygiene auf. Hinzu kommen Maßnahmen zur Zahnschmelzhärtung und Keimzahlsenkung. Im Falle von Kleinkindern setzen die Untersuchungen bei der Vermeidung von frühkindlicher Karies an. Das beinhaltet eine eingehende Untersuchung des Gebisses, Beratung für die Eltern und genaue Aufklärung über das tägliche Zähneputzen. Zusätzlich besteht auch der Anspruch auf Zahnschmelzhärtung mit Fluoridlack zweimal je Kalenderhalbjahr. Durch diese Maßnahmen soll Nuckelflaschenkaries wirksam vorgebeugt und Initialkaries beseitigt werden, um somit Voraussetzungen für eine langfristig gute Mundhygiene zu schaffen und Folgeerkrankungen zu verhindern.

Fragen Sie Ihren Zahnarzt gern zu den Möglichkeiten der Kariesprävention, bei einem Besuch in unserer Praxis in Zuffenhausen geben auch wir Ihnen nützliche Tipps.

Blog via E-Mail abonnieren

Bitte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse an, um unsere News zu abonnieren und Benachrichtigungen über neue Beiträge via E-Mail zu erhalten.