Das Zahnen bei Kleinkindern beginnt in der Regel zwischen dem vierten und siebten Monat, kann jedoch auch erst im zehnten Monat oder noch später beginnen. Bis zum zwölften Monat ist alles noch im Rahmen. Manchmal vergehen viele Wochen vom ersten Anzeichen bis hin zum Durchbruch der kleinen Zähnchen. Diese Phase der kindlichen Entwicklung ist jedoch für Babys oftmals mit Schmerzen verbunden. Auch für die Eltern beginnt eine stressige Phase, denn sie möchten nichts anderes, als ihrem Kind helfen, die Schmerzen zu lindern. Zahlreiche besorgte Eltern greifen deshalb zu sogenannten Zahnungsgels.

Doch wie gut wirken sie und vor allem: Sind sie unbedenklich anzuwenden? Ihre Zahnärzte von Kleinert+Kleinert in Zuffenhausen klären Sie über die Verwendung von Zahnungsgels auf.

Zahnen: Erste Anzeichen

Bricht ein Zahn durch das Zahnfleisch durch, entsteht dort Spannung, und in vielen Fällen kommt es auch zu Schmerzen. Das Zahnfleisch schwillt an und kann sich an der Spitze des durchbrechenden Zahns entzünden. Erste Anzeichen beim Baby können erhöhter Speichelfluss sein und der verstärkte Drang, auf allem herumzuknabbern, das in die Finger gelangt. Folgende Symptome sind ebenfalls Indikatoren für den Beginn des Zahnens:

  • geschwollenes Zahnfleisch
  • gerötete Wangen
  • vermehrtes Weinen, insbesondere in der Nacht
  • Appetitlosigkeit
  • Reiben des Zahnfleisches

Was taugen die Zahnungsgels wirklich?

Es gibt verschiedene Zahnungsgels, deren Inhaltsstoffe teilweise sehr unterschiedlich sind. In der Regel sind die Wirkstoffe Kamille, Nelke oder Salbei, also pflanzlich. Das Gel sollte mit einem Wattestäbchen oder dem Finger auf die betroffene Stelle aufgetragen werden, d. h. die Schmerzlinderung erfolgt lokal. Zahngels wirken dank der natürlichen Inhaltsstoffe schmerzlindernd bzw. betäubend sowie entzündungshemmend. Sie lenken durch den Geschmack ab, kühlen die schmerzende Stelle am Zahnfleisch und verschaffen Ihrem Baby dadurch Linderung.

Was beim Kauf jedoch zu beachten ist: Zucker oder Alkohol sollte keinesfalls darin enthalten sein, damit das Gel ohne Bedenken anwendbar ist und keine Milchzahnkaries verursacht. Ebenfalls ein Problem: Leider enthalten die meisten Zahngels für Kinder das Betäubungsmittel Lidocain, und das kann bei zu häufiger Anwendung zu Intoxikationen führen. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass diese betäubende Substanz in den Rachen gelangt und dort die Wirkung entfaltet. Beim Stillen, Essen und Trinken kann es daher zu Schluckbeschwerden führen. Deshalb sollten Eltern unbedingt beachten, dass das Gel nicht vor dem Essen zugeführt wird, sondern immer erst im Anschluss daran.

Unser Fazit lautet: Zahnungsgels sollten aufgrund der Inhaltsstoffe sehr sorgsam und nicht regelmäßig angewendet werden. Die Angaben auf der Packung sollten unbedingt beachtet werden.

Als Alternative sind Beißringe, Schnuller und Nahrungemittel zu empfehlen, auf denen das Kind lange herumkauen kann. Kamillen- und Salbeitee kann ebenfalls helfen, die Schmerzen zu lindern, entweder durch einreiben oder als ungesüßter Tee zum Trinken.

Blog via E-Mail abonnieren

Bitte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse an, um unsere News zu abonnieren und Benachrichtigungen über neue Beiträge via E-Mail zu erhalten.