Die Wurzelbehandlung hat bei vielen Patienten den Ruf, äußerst unangenehm zu sein, ebenso wie viele andere endodontische Eingriffe auch. Doch warum löst die Wurzelbehandlung so viele negative Gedanken aus? Aufgrund mangelnder Erfolgsaussichten womöglich?

Forscher haben in einer neuen Studie untersucht, ob die Wurzelbehandlung zurecht unbeliebt ist. Dafür werteten die Wissenschaftler der Universität von Adelaide die medizinischen Daten von mehr als 1.000 Patienten im Alter von 30 bis 61 Jahren aus. Was sie dabei herausfanden, erfahren Sie von Ihrem Zahnarzt Kleinert+Kleinert in Zuffenhausen aus dem Raum Stuttgart.

Wurzelbehandlung ist besser als ihr Ruf

Grundlage für die Studienergebnisse waren Patientenakten, Fragebögen und Rechnungen für die Behandlung. Die Patienten wurden zwei Jahre nach der Behandlung gefragt, wie sie die Auswirkungen der Wurzelbehandlung und deren Einfluss auf die orale Lebensqualität beschreiben würden. Erstaunlich ist, dass der Eingriff nicht als unangenehmer empfunden wurde als andere zahnmedizinische Behandlungen. Die Patienten gaben an, ihre Lebensqualität habe sich auch im Nachgang der Behandlung verbessert. Die Wurzelkanalbehandlung ist somit eindeutig besser als es der gängige Ruf vermuten lässt.  Es gibt also Grund zum Aufatmen für Patienten, die eine Wurzelbehandlung benötigen.

Ursache dafür ist, dass die Zahnmedizin in den letzten Jahren massive Fortschritte gemacht hat. Einige der größten Innovationen hat es im Bereich Wurzelbehandlung gegeben. Darunter sind natürlich die Einführung maschineller Feilen- und Ultraschallsysteme, des Operationsmikroskops und der antimikrobiellen photodynamischen Therapie mittels Helbo-Laser zu nennen. Diese Gerätschaften und Therapien steigerten die Erfolgsrate der Wurzelbehandlung von 35 Prozent auf unglaubliche 90 Prozent. Die Chancen, dass die Zähne bis ins hohe Alter erhalten werden können, ist demnach sehr hoch.

Wann ist eine Wurzelbehandlung nötig?

Die Wurzelbehandlung ist nötig, wenn sich der im Zahninneren befindliche Nerv (Pulpa) entzündet. Dieser Nerv ist äußerst empfindlich und kann sich zum Beispiel aufgrund einer tiefgehenden Karieserkrankung schnell entzünden. Patienten leiden in diesem Fall häufig unter pulsierenden Schmerzen. Doch auch ohne erkennbare Symptome kann ein entzündlicher Prozess vonstattengehen. In diesem Fall wird die Entzündung erst durch einen Röntgenbefund sichtbar.

Deshalb ist es natürlich sehr wichtig, die regelmäßige Kontrolle beim Zahnarzt wahrzunehmen. Dabei können kariöse Stellen erkannt und rechtzeitig behandelt werden, bevor eine Wurzelbehandlung notwendig ist. Sollte jedoch eine Wurzelbehandlung empfohlen werden, liegen die Erfolgschancen – wie oben genannt – bei sehr guten 90 Prozent. Es besteht also wenig Grund zur Sorge, dass der betroffene Zahn doch noch verloren geht.

Falls Sie dennoch weiterhin Bedenken haben, zögern Sie nicht, Ihren Zahnarzt zu kontaktieren und sich alle Informationen einzuholen, die Sie brauchen, um mit einem guten Gefühl in die Behandlung zu gehen. In Zuffenhausen stehen wir Ihnen selbstverständlich auch gern in diesem Fall zur Seite.

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