Zur Diagnosestellung hat ein Zahnarzt verschiedenste Mittel. Einen grundsätzlich sehr guten Überblick über die Zähne, Zahnfleisch, Fehlstellungen und Kariesbelastung liefert eine Röntgenaufnahme. Natürlich ist die direkte Sichtuntersuchung das erste Mittel der Wahl, jedoch sind hierbei nur äußere Schäden oder Entzündungen zu erkennen. Ein tiefer Blick in die Zahnstrukturen wird erst durch das Röntgen offenbart. Es dient der Verlaufskontrolle von Zahnbehandlungen, zur Erkennung von Zahnfrakturen, zur Kariessuche, zur Prüfung des parodontalen Zustandes und der Planung von Implantationen und Zahnersatz. Vor allem bei Kariesbefall im Zahnzwischenraum, der meist nicht erkennbar ist, aber zu Schmerzen führen kann, ist eine Röntgenaufnahme wichtig, um die Diagnose zu sichern. Mit Röntgen verbindet der Patient jedoch häufig nicht nur Positives, sondern auch ein gewisses Risiko durch Strahlenbelastung.

Als Ihr Zahnarzt in Zuffenhausen erklären wir Ihnen diese Technik im Folgenden genauer und weisen auf die Chancen, aber auch die möglichen Risiken hin.

Wie funktioniert das Verfahren und wo bestehen Risiken?

Röntgen ist ein bildgebendes Verfahren, bei dem die Zähne mit elektromagnetischen Wellen durchleuchtet werden. Diese Röntgenstrahlen bilden die Zähne dann auf einem speziellen Röntgenfilm ab. Die Strahlen durchdringen das Gewebe und bilden es je nach Dichte der Strukturen in verschiedenen Graustufen ab. Da es nur schwer durch Blei und Gold dringt, werden diese Bereiche auf dem Röntgenbild weiß dargestellt. Aus diesen unterschiedlichen Abstufungen kann der Zahnarzt ablesen, ob es erkrankte Bereiche gibt.

Da jedoch bei diesem Verfahren Strahlenbelastung entsteht, ist es wichtig, es nur so oft wie nötig anzuwenden, um den Körper nicht zu sehr den radioaktiven Stoffen auszusetzen. Eine Studie aus den USA hat vor einigen Jahren bewiesen, dass zu häufiges Röntgen schädlicher ist als lange Zeit angenommen. Es erhöht das Risiko für Meningiome, gutartige Tumore, die bei häufiger Anwendung von Röntgentechnik in der Kindheit entstehen können. Jedoch hängt das Risiko vom Alter und der Art des Gerätes, von der Dauer der Bestrahlung und von der Größe des zu röntgenden Bereichs ab. Beim digitalen Röntgen ist die Strahlendosis am geringsten. Die Forscher raten dennoch keinesfalls dazu, auf das Röntgen zu verzichten, denn dem gegenüber würden mögliche Zahnerkrankungen und Zahnverlust stehen. Daher sollten die Risiken gut abgewogen werden und nur so selten wie möglich, aber so häufig wie nötig eine Röntgenaufnahme gemacht werden. Um diese Fakten jedoch richtig einzuordnen, sollten auch Orientierungswerte genannt werden: In Deutschland wird ab 500 mSV (Millisievert) Strahlenexposition mit akuten Strahlenschäden gerechnet. Ab 100 mSV natürlicher Exposition im Jahr wird die Eingreifrichtlinie für eine Umsiedlung wirksam. Zum Vergleich: Beim digitalen Zahnfilm werden ca. 0,003 mSV freigesetzt, bei einer Gesamtdarstellung (OPG) bzw. einer Panorex-Aufnahme sind es digital ca. 0,041 mSV. Zahnfilme und OPG verursachen demnach eine recht niedrige Strahlenbelastung.

Röntgenarten

Die gängigsten Arten des Röntgens sind Mundfilme, seitliche Kieferaufnahmen und Panorex-Aufnahmen, bei dem ein Rundumbild des gesamten Gebisses erstellt wird. Bei einer Panorex-Aufnahme (auch OPT für „Orthopantomogramm“ genannt) und bei seitlichen Aufnahmen ist davon auszugehen, dass die Strahlenbelastung höher ist als bei Mundfilmen, die lediglich dazu dienen, ein oder zwei Zähne abzubilden. Die Panorex-Aufnahme wird deshalb nur ca. alle ein bis zwei Jahre gemacht.

Ihr Zahnarzt in Zuffenhausen steht Ihnen selbstverständlich bei Fragen und Zweifeln zur Seite und erklärt Ihnen im persönlichen Gespräch, wann und wieso eine solche Aufnahme notwendig ist. Manchmal genügt es auch, nur einen einzelnen Zahn in einer Detailaufnahme zu untersuchen, diese Frage wird selbstverständlich bei der Diagnostik auch in Betracht gezogen. Bei Schwangeren gilt es, besonders vorsichtig vorzugehen, gerade im ersten Drittel der Schwangerschaft versuchen Zahnärzte das Röntgen zu vermeiden. Weisen Sie Ihren Zahnarzt deshalb beim Zahnarztbesuch unbedingt auf eine bestehende Schwangerschaft hin.

 

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