Der Mensch probiert vieles aus, wenn es um schöne und strahlend weiße Zähne geht. Um die Zähne aufzuhellen, wird deshalb zu manchem Hausmittel gegriffen, das lieber nicht in diesem Zusammenhang benutzt werden sollte, unter anderem weil es nichts bewirkt oder sogar schädlich für die Zähne sein kann. Dabei wäre es so schön einfach, die meisten Zutaten hat jeder im Haus, mit einem Griff in den Schrank könnte man den weißeren Zähnen einen Schritt näher sein. Warum Sie von einem Selbstversuch mit Backpulver, Zitronensäure und Salz zum Wohle Ihrer Zähne allerdings absehen sollten, erklären unsere Zahnärzte von Kleinert+Kleinert aus Zuffenhausen.

Salz schädigt die Zahnoberfläche

Wenn man sich im Internet auf die Suche nach zahnbleichenden Hausmitteln macht, ist früher oder später immer von Salz als einem optimalen Mittel die Rede. Das mag zunächst korrekt sein, da die Salzkristalle die Zähne von Verschmutzungen befreien und somit zum Strahlen bringen, jedoch birgt eine eigenhändige Zahnbehandlung mit Salz auch einige Risiken. Die kleinen Kristalle wirken wie bleichende Zahnpasten, die dank zahlreicher enthaltener Schleifkörper ihre Wirkung erzielen sollen. Sie haben einen ähnlichen Effekt wie Schmirgelpapier. Das bedeutet, im ersten Moment stellt sich ein sichtbarer Effekt ein, jedoch leidet die Zahnoberfläche unter dem starken Abrieb. Sie wird dünner und somit anfälliger für Karies. Die Zähne sind somit nicht mehr umfangreich vor Zahnerkrankungen geschützt. Von Bleachings mit Salz sollte daher Abstand genommen werden, meinen die Zahnärzte aus Zuffenhausen.

Backpulver trübt die Zähne langfristig

Mit Backpulver verhält es sich ähnlich wie mit Salz. Zunächst stellt sich ein kurzfristig positiver Effekt ein. Jedoch können hartnäckige Verfärbungen nicht ganz so leicht entfernt werden. Aufgrund des Säureanteils im Backpulver wird die Zahnoberfläche nur angeraut und oberflächliche Verfärbungen dadurch entfernt, aber die gesamte Zahnstruktur leidet darunter. Meistens trüben sich die Zähne auf lange Sicht, sodass ein gegenteiliger Effekt erzielt wird.

Für Spangenträger kann dieses Verfahren weitere Probleme hervorrufen. Das Pulver löst den Kleber, mit dem die Brackets auf den Zähnen verklebt sind. Dann bleibt nichts anderes übrig, als zum Kieferorthopäden zu gehen, der die Spange wieder richten muss, damit das Ergebnis der kieferorthopädischen Behandlung nicht gefährdet ist.

Zitrone demineralisiert den Zahnschmelz

Zitronen sind extrem säurehaltig. Schmiert man sich die Zähne damit ein, setzt das den Zähnen massiv zu. Die Mineralien im Zahnschmelz werden gelöst und hinterlassen den Zahn praktisch ohne Schutzschild. Sie sind, genau genommen, die „Abwehrkräfte“ des Zahns und können somit nach erfolgter Säurebehandlung keine Angriffe von Bakterien mehr abwehren. Das geschieht rasend schnell, bereits nach 30 Sekunden beginnt der Zahnschmelz aufzuweichen. Das verringert seine Härte um 80 Prozent. Das heißt, die Verwendung von Zitrone als Bleaching-Mittel kann bestenfalls als fahrlässig bezeichnet werden. Auch die Nutzung von anderen Früchten, wie zum Beispiel Erdbeeren, die sehr viel Ascorbinsäure enthalten, sollte vermieden werden.

Professionelles Bleaching

Das beste Mittel für ein langfristig erfolgreiches Bleaching ist demnach noch immer eine professionelle Behandlung durch den Zahnarzt. In Zuffenhausen sind wir zu diesem Zweck gern für Sie da. Wir nutzen dazu ein Verfahren, bei dem Wasserstoffperoxid zum Einsatz kommt. Das Mittel wird direkt auf den Zahn aufgetragen und mit Licht aktiviert. Der dabei entstehende Sauerstoff bleicht die Zähne und kann einen deutlich besseren Effekt als die genannten Hausmittel erzielen. Es ist zudem schonender für den Zahnschmelz.

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