Eine Zahnlücke ist etwas völlig Normales, jeder Mensch hat sie. Wenn sie jedoch zu groß sind, stören sich viele Menschen daran. Die Zahnästhetik leidet empfindlich unter dem zu großem Freiraum zwischen den Zähnen, meist zwischen den mittleren Schneidezähnen im Ober- oder Unterkiefer. Die Zahnlücke kennt man auch als „Affenlücke“, denn Affen haben zwischen Backen- und Schneidezähnen einen großen Abstand, damit die unteren Reißzähne beim Schließen des Mauls ausreichend Platz haben. Auch bei den frühen Homo Sapiens existierte eine solche Lücke. Diese verschwand jedoch im Laufe der Jahrtausende. In der Fachsprache lautet der korrekte Terminus glücklicherweise anders, nämlich Diastema mediale.

Wir, Ihre Zahnärzte von Kleinert+Kleinert in Zuffenhausen, erklären Ihnen, wann eine Lücke geschlossen werden sollte und wann sie unbedenklich ist.

Wann die Lücke geschlossen werden sollte

Bereits Napoleon hatte ein Problem mit Zahnlücken, wer von seinen Soldaten kein lückenloses Gebiss hatte, wurde aus der Armee verstoßen. Der Grund dafür war jedoch nicht mangelnde Ästhetik, sondern rein praktischer Natur – die Soldaten brauchten ein lückenloses Gebiss, um mit den Zähnen die Pulvertüten für ihre Gewehre aufreißen zu können. Heute finden die Menschen Zahnlücken häufig unschön, während andere sie sogar als Schönheitsideal ansehen, manches Model wird extra aufgrund einer vorhandenen Zahnlücke gebucht. Grundsätzlich ist aus zahnmedizinischer Sicht an einer Lücke nichts Schädliches, solange sie nicht den Biss stört, die Position anderer Zähne gefährdet wird oder das Sprechvermögen beeinträchtigt ist.

Kritisch wird es, wenn die Zahnlücke einen falschen Biss verursacht. Suchen die Zähne im Unterkiefer vergeblich Kontakt, weil die Schneidezähne im Oberkiefer zu große Abstände aufweisen, entwickelt sich ein falscher Biss, der Fehlfunktionen des Kauapparates auslösen kann. Die Zähne beider Kiefer passen letztendlich nicht mehr aufeinander, was der Kauapparat auszugleichen versucht. Es entstehen Verspannungen in der Muskulatur, die zu einer Fehlfunktion des Kiefergelenks und ausstrahlenden Schmerzen führen können (Craniomandibuläre Dysfunktion). Ein vorangehendes Symptom dafür kann heftiges Knirschen sein.

Geht ein Zahn aufgrund einer Zahnerkrankung wie Parodontitis oder aufgrund eines Unfalls verloren, baut sich an der nun leeren Stelle der Kieferknochen ab, er wird nicht mehr benötigt. Möchte der Patient nun einen Zahnersatz in Form eines Implantates gesetzt bekommen, ist dies keine gute Voraussetzung, denn nun ist ein aufwändiger Knochenaufbau nötig.

Was tun, um eine Lücke zu schließen?

Wenn Sie die Zahnlücke nicht stört und keine der genannten Gründe ein Schließen notwendig machen, brauchen Sie keine Maßnahmen zu ergreifen. Leidet die Gesundheit jedoch, bieten sich folgende Maßnahmen an: Implantate, Brücken, Veneers und Prothesen. Allerdings gilt bei Kindern: Nichts überstürzen. Es empfiehlt sich, bis zum Alter von acht Jahren zu warten, denn bis dahin sind alle Schneidezähne durchgebrochen und Lücken schließen sich von ganz allein. In höherem Alter sollte jedoch der Zahnarzt oder Kieferorthopäde einen Blick darauf haben, um zu vermeiden, dass die Sprachentwicklung beeinflusst wird.

Aus rein ästhetischer Sicht sind Veneers eine gute Methode für den Lückenschluss. Diese dünnen Verblendschalen werden speziell modelliert, um auf den Zahn geklebt zu werden und Schönheitsfehler zu überdecken. Das Ergebnis sind natürlich wirkende Zähne, die auch über Jahre hinweg nichts von ihrem Glanz verlieren. Einen Plan B kann die Zahnumformung darstellen. Hierbei verbreitert der Zahnarzt mit Komposit den Zahn und bringt ihn somit in eine schöne Form.

Ist ein Zahn nicht mehr vorhanden, ist das Implantat die ideale Lösung. Hierbei können sehr große zahnlose Bereiche, der ganze Kiefer oder nur eine einzelne Lücke geschlossen werden. Dafür wird eine künstliche Zahnwurzel in den Kiefer geschraubt und anschließend ein Zahnersatz mit der Wurzel verbunden.

Wenn Sie eine Lücke haben, die Sie bereits seit Langem stört oder Ihnen aufgrund des Fehlbisses Schmerzen verursacht, sollten Sie uns, Ihren Zahnarzt in Zuffenhausen, sofort aufsuchen. Wir beraten Sie gern zu weiteren Lösungen.

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