Bei schwierigen oder langen und aufwendigen Operationen an den Zähnen empfiehlt der Zahnarzt häufig eine Vollnarkose, zum Beispiel beim Setzen von Zahnimplantaten, bei der Extraktion von Weisheitszähnen oder einer Wurzelbehandlung. Doch nicht immer braucht es gleich eine Vollnarkose, in vielen Fällen wird eine örtliche Betäubung (Lokalanästhesie) vorgezogen. Bei beiden Narkoseformen verläuft der Eingriff am Zahn für den Patienten angst- und schmerzfrei. Weitere Möglichkeiten sind die Lachgassedierung oder die Analgosedierung. Unsere Zahnärzte in Zuffenhausen erklären Ihnen im Folgenden den Unterschied und die zu erwartende Belastung für den Körper bei der jeweiligen Methode.

Lokalanästhesie vs. Vollnarkose

Der Vorteil einer Lokalanästhesie gegenüber der Vollnarkose liegt darin, dass Lunge, Gehirn, Stoffwechsel und der Säure-Basen-Haushalt nur wenig bis geringfügig beeinträchtigt werden. Für den Körper ist die örtliche Betäubung deutlich schonender. Bei Patienten, die sich gesundheitlich in einem schlechten Zustand befinden, kommt deshalb vor allem die örtliche Betäubung infrage. Zudem bleibt der Patient während der Behandlung bei Bewusstsein. Wirkt eine örtliche Betäubung nicht tief genug oder reicht nicht aus bzw. kommt aufgrund einer Erkrankung oder Allergie gegen die Betäubungsmittel nicht in Betracht, muss jedoch auf die Vollnarkose zurückgegriffen werden.

Bei einer Vollnarkose wird der Patient komplett in Tiefschlaf versetzt. Bewusstsein, Schmerzempfinden und einige vegetative Körperfunktionen sind in dem Moment auf ein Minimum heruntergefahren. Darunter der Puls, Blutdruck und die Regulierung der Körpertemperatur. Der Patient ist somit völlig entspannt und kann sich an den Verlauf des Eingriffs nicht erinnern. Für Menschen mit Zahnarztangst, Bewegungsstörungen oder jenen, welche die Zahnbehandlung einfach nicht bewusst erleben möchten, ist die Vollnarkose deshalb die optimale Lösung.

Lachgassedierung

Eine Alternative zur intravenösen Verabreichung der Narkosemittel ist die Inhalation von Narkotika in Form von Gas über die Atemluft. Das kann Lachgas sein oder eine andere verdampfende Flüssigkeit, die eine muskelentspannende Wirkung hat. Lachgas ist bereits seit dem 19. Jahrhundert ein vielfach verwendetes Narkosemittel in der Zahnheilkunde und eines der ältesten Mittel zur Narkose überhaupt.

Es ist geruchlos und schmeckt leicht süßlich. Der Patient empfindet bei der Sedierung in kürzester Zeit (4–5 Minuten) ein Gefühl von Leichtigkeit und Entspannung, was die Zahnbehandlung stark vereinfacht. Er ist im Gegensatz zur Vollnarkose die ganze Zeit wach und zu rationalen Gedanken fähig. Der Zahnarzt kann also mit dem Patienten kommunizieren, und der Patient selbst kann trotz Sedierung den Therapieverlauf mitbestimmen. Während der gesamten Behandlung wird er mit einem Pulsoximeter überwacht, das Sauerstoffsättigung und Puls misst. Die Wirkung verfliegt ca. 5–10 Minuten nach Ende der Lachgaszufuhr und verursacht keinerlei körperliche Einschränkungen, sodass der Patient die Praxis selbstständig verlassen kann.

Alternative zur Vollnarkose: Analgosedierung

Die Analgosedierung ist eine Zwischenform örtlicher Betäubung und Vollnarkose. Dabei wird der Patient nicht in einen Tiefschlaf versetzt, sondern beruhigt und in einen Dämmerzustand oder Dämmerschlaf unter der Hinzugabe von Schmerzmitteln versetzt. Während des gesamten Prozesses verspürt der Patient dank der verabreichten Analgetika keinen Schmerz und ist durch die Gabe von Schlafmitteln bzw. Sedativa betäubt. Für den Körper ist die Analgosedierung eine gut verträgliche Form der Narkose, denn der Patient muss nicht beatmet werden und die Belastung des Herz-Kreislauf-Systems wird minimiert.

Sie möchten gern mehr zu Narkoseformen im Allgemeinen oder den von uns angebotenen Methoden erfahren? Rufen Sie uns in unserer Zahnarztpraxis in Zuffenhausen nahe Stuttgart an und vereinbaren Sie einen persönlichen Termin.

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