Jeder Mensch verspürt im Laufe seines Lebens hin und wieder Schmerzen an Zähnen und Zahnfleisch. Ein Zahnarztbesuch ist in solchen Situationen dringend zu empfehlen. Wenn man jedoch erst einige Zeit später einen Zahnarzttermin erhält, ist sofortige Schmerzlinderung mit einigen einfachen Mitteln zu erreichen.

Schmerztabletten als das Mittel der Wahl

Wer akut Schmerzen hat, greift häufig zu Tabletten. Im Notfall sind diese jedoch nur eine bedingt gute Lösung, denn sie sollten nicht über einen längeren Zeitraum eingenommen werden. Deshalb sollte bei der Einnahme unbedingt auf den Dosierungshinweis geachtet werden, mehr als die zulässige Menge einzunehmen, ist keineswegs eine Lösung. Wenn die Schmerzen so stark sind, dass Tabletten eingenommen werden müssen, sollte man lieber den Notdienst aufsuchen.

Aufgrund von Berufstätigkeit oder weil man keinen zeitnahen Termin bekommt, auf den Zahnarztbesuch zu verzichten, ist keine Entschuldigung. Die meisten Praxen nehmen Notfallpatienten schnell an und es besteht die Möglichkeit, bei Arbeitsunfähigkeit eine Krankschreibung zu erhalten.

Fluoridhaltige Zahnpasta

Freiliegende Zahnhälse sind oftmals ein Grund für Zahnschmerzen. Die Zähne reagieren dann empfindlich auf Temperaturreize, wie sie beispielsweise bei der Einnahme von kalten Getränken entstehen. In solchen Fällen bietet sich die Nutzung einer fluoridhaltigen Zahnpasta oder eines Gels an. Fluoridhaltige Gele oder Zahnpasten haben eine remineralisierende Wirkung, wodurch sich ein Schutzfilm um den Zahn bildet und dieser unempfindlicher wird. Dies stärkt den Zahnschmelz und härtet ihn gegen Karies ab. In der Regel enthalten Zahnpasten für Erwachsene mindestens 1400 ppm Fluorid, nachzulesen auf der Verpackung. Weniger Fluorid sollte nicht enthalten sein.

Hausmittel und Kompressen

Nicht nur bei Zahnschmerzen beliebt sind bewährte Hausmittel wie Kamillentee oder warmes Salzwasser. Auch kalte Kompressen bieten sich bei Zahnschmerzen an. Wenn sich zum Beispiel die Weisheitszähne im Durchbruch befinden, kann es zu akuten Schmerzen und Zahnfleischentzündungen kommen. Eine Spülung mit warmem Salzwasser oder lauwarmem Kamillentee wirkt entzündungshemmend, lindert den Schmerz und unterstützt den Regenerationsprozess. Einfach einen Teelöffel Salz in einen kleinen Topf mit kochendem Wasser geben und abkühlen lassen. Anschließend 30 Sekunden den Mund mit der Lösung spülen. Den Kamillentee ebenfalls abkühlen lassen und 30 Sekunden spülen.

Wer kalte Kompressen bevorzugt, kann Schwellungen im Mund lindern, indem er Eiswürfel in ein Geschirrtuch wickelt und dieses an die Wange legt. Die Kälte betäubt die betroffene Stelle und mindert so die Schwellung. Da Zahnschmerz jedoch zumeist vom Inneren des Zahns ausgehen, ist die Wirkung dieser Hausmittel begrenzt.

Nelken als natürlicher, pflanzlicher Wirkstoff

Ein seit mehreren Jahren verbreitetes Mittel zur Linderung von Zahnschmerzen ist Nelkenöl. Der Wirkstoff der Nelke, Eugenol, wirkt schmerzlindernd und ist auch in einigen Zahnmedizinischen Produkten enthalten. Das ätherische Öl hat zudem eine betäubende Wirkung. Zur Schmerzbehandlung einfach ein Stück Tuch oder einen Waschlappen in Wasser tränken und 1–2 Tropfen Öl darauf geben, den schmerzenden Zahn nun damit bestreichen. Eine Mundspülung aus Nelkenöl lässt sich übrigens auch ganz leicht herstellen, indem man eine Tasse lauwarmes Wasser nimmt und 2 Tropen Öl darin verrührt. Diese Spülung kann bis zu drei Tage ein- bis zweimal täglich angewendet werden.

All diese genannten Mittel können helfen, Schmerzen zu betäuben, die Ursache dafür kann jedoch nur der Zahnarzt finden. Sie können den Besuch beim Zahnarzt also keinesfalls ersetzen. Kommen Sie bei uns in Zuffenhausen vorbei, wir beraten Sie umgehend zu Ihren zahnmedizinischen Fragen.

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