Eine Parodontitis wirkt sich auf den gesamten Körper aus und kann eine Reihe systemischer Erkrankungen hervorrufen. Nun haben Forscher aus Dänemark, Brasilien und Australien mögliche Zusammenhänge von Depression und parodontalen Erkrankungen in einer Studie umfassend untersucht. Nach Schätzungen sind weltweit 350 Millionen Menschen an Depressionen erkrankt, das macht diese zur häufigsten psychischen Erkrankung überhaupt. Trotz wachsender Evidenz war die Studienlage bezüglich Angsterkrankungen und Depression bislang relativ unergiebig, wenn es um die Verknüpfung mit einer Parodontitis ging.

Die gemeinschaftliche Studie wurde mit knapp 550 jungen Erwachsenen durchgeführt. Zunächst wurde der Parodontalstatus der Teilnehmer bestimmt. Bei 37 Prozent wurde eine leichte Parodontitis diagnostiziert, bei 14 Prozent eine schwere Ausprägung. Anschließend folgte eine psychologische Datengewinnung, die anhand spezialisierter Interviews von Psychologen durchgeführt wurde. Hiermit sollten Symptome für Depressionen erfasst werden.

Das Ergebnis dieser Datenerhebung zeigte einen direkten Zusammenhang zwischen einer schweren Parodontitis und Symptomen einer Depression auf. Die Studienautoren sahen diesen jedoch nicht aufgrund von Mundhygienemaßnahmen oder systemischen Entzündungsparametern beeinflusst, sondern aufgrund einer Kausalität von psychischer Seite.

Als Fazit zogen die Autoren der Studie, dass das Risiko, an einer Parodontitis zu erkranken, bei Probanden mit einer Depression um knapp 20 Prozent erhöht ist. Es wird daher empfohlen, eine individualisierte Diagnostik, Behandlung und Therapie bei Patienten mit depressiven Symptomen vorzunehmen und den Zusammenhang zwischen Depression und Parodontitis darin einzubeziehen.

Parodontitisbehandlung vom Zahnarzt in Zuffenhausen

Den Beginn einer jeden Parodontitisbehandlung stellt die intensive und gründliche Reinigung der Zahnoberflächen dar. Wie bei der PZR werden die Zähne von Speiseresten und Rückständen gesäubertt und möglicherweise vorhandener Zahnstein entfernt. Sie selbst sollten sich um eine möglichst gründliche Zahnpflege bemühen, denn sie ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung. Nachdem eine örtliche Betäubung vorgenommen wurde, werden Zahnfleischtaschen manuell gereinigt (Kürettage) und erreichbare Flächen der Zahnwurzeln geglättet. Damit soll das erneute Anheften von Bakterien erschwert werden, sodass keine weiteren Parodontitissymptome entstehen. Bei einem aggressiven Verlauf ist die Verordnung von Antibiotika unumgänglich, entweder als Tablette oder als Gel, das vom Zahnarzt direkt in die betroffene Zahnfleischtasche eingeführt wird. Mit fortschrittlichen Bakterientests finden wir heraus, welches Antibiotikum zu empfehlen ist.

Die letzte Maßnahme bei einer akuten Parodontitis ist das Öffnen des Zahnfleisches während eines operativen Eingriffs, um tieferliegende Beläge zu entfernen und Nischen in der Zahnwurzel zu reinigen. Meist führt jedoch häufig eine geschlossene Behandlung bereits zum Erfolg. Während der Behandlung kommen ausschließlich moderne und schonende Methoden wie der Parocheck und die Ultraschallreinigung zur Anwendung.

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