Wer beim Zahnarzt auf dem Stuhl sitzt und dem Diktat an unverständlichen Abkürzungen für den oder die Zahnarzthelfer*in lauscht, der hat oftmals ein großes Fragezeichen im Kopf. In erster Line dienen die kompliziert klingenden Bezeichnungen der Erleichterung der Kommunikation im Praxisalltag, sie sind für Zahnärzte und Praxispersonal universell verständlich. Als Patient möchte man sicherlich hin und wieder auch gern wissen, was das Problem am „1 6“ ist und was das „C“ bedeutet. Wir erläutern Ihnen deshalb die wichtigsten Abkürzungen für Ihren Besuch beim Zahnarzt in Zuffenhausen.

Das europäische Zahnschema zur Benennung der Zähne

Das Gebiss eines Erwachsenen besteht in der Regel aus 32 Zähnen (inklusive der vier Weisheitszähne). Versucht man dem Zahnarzt zu erklären, welcher Zahn genau Schmerzen verursacht, kann das für den Laien kompliziert werden. Auch Zahnärzte hätten dieses Problem, wenn nicht extra deshalb das Zahnschema der Féderation Dentaire Internationale, das FDI-Schema, in Europa eingeführt worden wäre, um eindeutig benennen zu können, welcher Zahn gemeint ist. Dafür wurde der Kiefer bzw. das Gebiss in vier Quadranten eingeteilt, beginnend oben rechts im Uhrzeigersinn, benannt von eins bis vier. Von der Mitte des jeweiligen Quadranten aus zählt man die einzelnen Zähne nun nach hinten durch und ergänzt die Zahnnummer um die des Quadranten. Diese wird vor die Nummer des Zahns gestellt. Möchte man also den oberen Eckzahn auf der linken Seite bezeichnen, so heißt dieser „2 3“ (ausgesprochen „Zahn zwei-drei“).

Status des Zahns

Jeder Zahn wird bei der regelmäßigen Prophylaxe-Untersuchung genaustens betrachtet. Liegt an einer Stelle eine leichte Karies vor, wird der Zahnarzt zum Beispiel im Falle eines unteren, linken Backenzahns dem oder der Helfer*in „eine C an 3 6“ diktieren. Ist ein Zahn völlig gesund, wird ein „o. B.“ eingetragen für „ohne Befund“.

Ist die Karies an einem Zahn schon lange Zeit unbehandelt und daher weit fortgeschritten, so lautet der Befund „Caries Profunda“ oder auch abgekürzt „CP“. In diesen Fällen schreitet die Karies schnell voran und kann die Pulpa, den Nerv, erreichen. Wird die Pulpenkammer aufgrund nicht behandelter Karies oder versehentlich bei der Behandlung, der Exkavation, geöffnet, spricht der Zahnarzt von einer „P“.

Muss ein Zahn mit einer Füllung oder Krone versorgt werden, findet zuvor eine Farbermittlung statt, damit das Ergebnis ästhetisch aussieht. Mithilfe einer Skala bestimmt der Zahnarzt die natürliche Farbe der Zahnsubstanz und passt die Zahnfüllung hinsichtlich dieser Farbe an. Die Farbe drückt sich in einer Buchstaben-Zahlen-Kombination aus. Zähne haben unterschiedliche Grundtöne, die durch einen Buchstaben definiert werden, fällt ein Zahn heller oder dunkler aus, so kommt eine Zahl von eins bis vier hinzu (zum Beispiel „B2“).

Konzentration des Anästhetikums

Was wie die Maßstabsangabe einer Landkarte klingt, bezeichnet in der Zahnmedizin die Art und Konzentration des gewählten Anästhetikums (beispielsweise „1:100.000“). Die Konzentration ist in einem Anästhetikum mit der Angabe 1:100.000 wesentlich höher als in einem mit der Angabe 1:200.000. Je niedriger der Maßstab, desto länger die Wirkdauer. Im Falle eines Lokalanästhetikums ist häufig die Konzentration mit der Bezeichnung „Forte“ genannt, also eine stärkere Dosierung. Diese sind für längere Eingriffe und bei Patienten mit Vorerkrankungen gedacht.

Selbstverständlich stehen Ihnen unsere Zahnärzte und Arzthelfer in unserer Praxis in Zuffenhausen gern zur Verfügung, falls Sie Fragen zu den genutzten Abkürzungen haben, denn wir möchten, dass Ihr Besuch bei uns so angenehm wie möglich wird.

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