Zahnpasta ist nicht gleich Zahnpasta – die verschiedenen Produkte unterscheiden sich teilweise massiv, was die Inhaltsstoffe betrifft. Einige diese Stoffe sind umstritten, weil sie unter Umständen sogar gefährlich für Ihre Gesundheit sein können. Dabei soll die Zahnpasta eigentlich nur Plaque entfernen und den Zahnschmelz vor Karies schützen. Jedoch stecken oftmals auch Desinfektionsmittel und Bleichmittel in der Zahnpasta, die eine antibakterielle Wirkung haben und die Zähne aufhellen sollen. Solche Stoffe sind auch oftmals in Reinigungsmitteln enthalten. Wir von Kleinert+Kleinert, Ihrer Zahnarztpraxis in Zuffenhausen, klären Sie über Risiken und Nutzen der drei wichtigsten Inhaltsstoffe Fluoride, Tenside und Abrasivstoffe auf.

Schleifkörper und Peroxide für hellere Zähne

Die kleinen Schleifkörper, die in nahezu jeder Zahnpasta enthalten sind, dienen dazu, die Reinigungswirkung zu verstärken und Verfärbungen durch Lebensmittel zu entfernen. Die Tierschutzorganisation Peta weist jedoch darauf hin, dass häufig Knochenmehl als Schleifkörper in Zahnpasten zum Einsatz kommt.

Es gibt bestimmte Whitening-Zahnpasten, die den Effekt der Zahnaufhellung durch noch größere Putzkörper verstärken. Die Stärke des Abriebs wird im sogenannten RDA-Wert angegeben. Im Bereich von 40-60 ist er im Normbereich, während er bei einem Wert von über 70 abschmirgelnd wirkt. Das ist für die Zähne, je nach Beschaffenheit, teilweise sehr schädlich, da die Schicht des Zahnschmelzes abnimmt und stark zerkratzt wird, was wiederum die Entstehung erneuter Verfärbungen begünstigt. Weißer als die ursprüngliche Zahnfarbe können diese Pasten die Zähne nicht machen.

Zur Aufhellung wird auch die äußerst aggressive Chemikalie Wasserstoffperoxid genutzt. Diese ist häufig in Bleichmitteln zu finden, wird jedoch auch in Frisörsalons zum Bleichen der Haare eingesetzt. Im Mund ist die Anwendung nicht zu empfehlen, da der Zahnsubstanz dadurch Wasser entzogen wird, was die Dentinkanälchen freilegt und dadurch die Zähne empfindlicher werden. Aufgrund dessen ist Wasserstoffperoxid in Zahnpasten niedrig dosiert, jedoch nach Meinung der Experten wiederum auch zu niedrig, um die gewünschte Wirkung erzielen zu können. Ein Dauergebrauch ist nicht zu empfehlen.

Waschaktiver Effekt durch Tenside

Ein wichtiger Bestandteil in Zahnpasten sind Tenside wie Natriumlaurylsulfat und Sodiumlaurylsulfat. Diese haben den Zweck, beim Putzen Schaum zu bilden und einen waschaktiven Effekt zu erzeugen, welcher die Verteilung der Inhaltsstoffe im Mund fördert und die Plaque-Entfernung unterstützt. Diese Stoffe sind unter anderem in zahlreichen Körperpflegemitteln (Shampoos, Duschgels) und in Waschmittel enthalten.
Ein weiterer Grund, warum Tenside zum Einsatz kommen, ist, dass die Bildung von Schaumbläschen ein positives Gefühl beim Putzen auslöst, der Putzende beschäftigt sich dadurch länger mit der Zahnpflege. Nachteilig ist jedoch, dass es sehr aggressiv ist und reizend auf die Schleimhäute wirkt. Bei zu hoher Dosierung und dauerhafter Anwendung entwickelt das Zahnfleisch häufig eine schwammige Struktur. Laut diverser Studien führt die Verwendung von Tensiden zu vermehrter Aphtenbildung.

Fluorid sinnvoll dosieren

Kariesschutz ohne Fluorid ist in der modernen Zahnmedizin nicht mehr denkbar. Fluorid schützt am wirksamsten vor Karies und macht den Zahnschmelz härter und beständiger gegen Säuren. Die Höchstgrenze von 1.500 ppm sollte jedoch nicht überschritten werden, um eine Überdosierung zu vermeiden. In den meisten Zahnpasten ist auch nur die maximal empfohlene Menge enthalten. Bei Zahnpasten für Kinder ist die Höchstgrenze jedoch niedriger, die Bundesärztekammer empfiehlt maximal 500 ppm, damit die Bildung des Zahnschmelzes nicht beeinträchtigt wird und keine White Spots entstehen. Die Gefahr bei Kindern ist, dass viele sowohl eine fluoridierte Zahnpasta nutzen als auch Fluorose-Tabletten bekommen. Daher sollte die Gabe von Fluorid-Tabletten unbedingt mit dem Zahnarzt besprochen werden. Kontaktieren Sie uns gern in unserer Praxis in Zuffenhausen, um mögliche Zweifel zu beseitigen.

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