Auch wenn man bereits im Kindesalter alles über das richtige Zähneputzen lernt, so gerät manches doch in Vergessenheit im Erwachsenenalter. Viele Irrtümer setzen sich so über Jahre hinweg beim Putzen fort und können sich langfristig auf die Zahngesundheit auswirken. Wir, die Zahnärzte von Kleinert+Kleinert in Zuffenhausen erklären die größten Irrtümer und sagen Ihnen, was wirklich wichtig ist.

Viel hilft viel

Je fester man schrubbt, desto gründlicher ist die Zahnreinigung? Besser nicht, denn je mehr Druck bei den Putzbewegungen ausgeübt wird, desto stärker der Abrieb des Zahnschmelzes. Übt man dauerhaft zu viel Druck aus, liegen irgendwann die Zahnhälse frei, was Schmerzen beim Essen und Trinken verursachen kann (schmerzempfindliche Zähne). Dabei spielt auch die Wahl der Zahnbürste eine große Rolle. Ist sie zu hart, wird dieser Effekt verstärkt. Die Bürste sollte am besten mittelhart sein und abgerundete Kunststoffborsten aufweisen. Auch bei der Entscheidung für eine Zahnpasta sollte man darauf achten, eine zu wählen, die wenige Schleifkörper besitzt und Fluorid beinhaltet.

Elektrische Zahnbürsten sind besser?

Ob sich die Zähne mit einer elektrischen Zahnbürste gründlicher reinigen lassen, lässt sich nicht bestätigen. Die Gründlichkeit hängt immer von der angewendeten Putztechnik ab. Wer es bei der Handzahnbürste bereits richtig macht, braucht keine elektrische Zahnbürste. Diese kann womöglich jedoch für eine längere Putzzeit sorgen, denn die elektrischen Zahnbürsten haben oftmals einen Zwei-Minuten-Timer integriert. Man ist nicht auf das eigene Gespür oder die Uhr im Bad angewiesen. Ein weiterer kleiner Vorteil: Einige elektrische Bürsten reagieren mittlerweile auf zu hohen Druck beim Putzen. Sie zeigen zu starken Druck zum Beispiel durch ein rotes Leuchten am Griff an. Eine solche Druckkontrolle ist sinnvoll für Menschen, die oftmals beim Zähneputzen zu viel Druck ausüben.

Kreisende Bewegungen sind am besten

Nein, das ist leider ein häufig zu bemerkender Irrtum. Der Zahnfleischrand wird mit dieser Methode nicht sauber, und gerade dort sitzen die meisten Bakterien. Sie können somit ungehindert eine Parodontitis oder Karies an diesen Stellen verursachen. Die Zahnbürste sollte am besten im 45-Grad-Winkel am Zahnfleischrand angelegt und mit leichten Rüttelbewegungen bewegt werden. Mit einer fegenden Bewegung sollte von Zahnfleisch zum Zahn gebürstet werden. Dabei nicht die Kauflächen vergessen und tief genug ansetzen, um den Rand gründlich zu reinigen.

Für gute Mundhygiene reicht Zähneputzen

Regelmäßiges Zähneputzen ist die Voraussetzung für eine gute Mundhygiene, jedoch gehören dazu noch weitere Maßnahmen. Natürlich ist die halbjährliche Kontrolluntersuchung beim Zahnarzt fast ebenso wichtig wie eine disziplinierte Zahnpflege, denn hier wird ganz genau hingeschaut, wie gut die Zähne wirklich gepflegt werden und ob bereits Erkrankungen im Anfangsstadium vorhanden sind. Eine professionelle Zahnreinigung sollte ebenfalls regelmäßig stattfinden, am besten mindestens einmal im Jahr. Hierbei werden die Zähne von hartnäckigen Belägen und Zahnstein befreit und anschließend noch gründlich poliert.

Weißmacher-Pasten machen die Zähne weißer

Bis zu einem gewissen Punkt ist das korrekt. Jedoch hellen die Pasten die Zahnfarbe nicht auf, sondern entfernen nur die Beläge, die zum Beispiel durch Tee- und Kaffeekonsum entstanden sind. Dadurch entsteht der Eindruck von helleren Zähnen. Zahnersatz lässt sich beispielsweise gar nicht durch die Weißmacher-Pasten färben, hier wäre der Gebrauch eher schädlich, da dunkle Flecken zurückbleiben können. Es sollte mit der Zahnärztin oder dem Zahnarzt abgeklärt werden, ob die Zähne für die Anwendung weiterer Home-Bleaching-Produkte geeignet sind.

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