Die sogenannten Weisheitszähne sind ein Relikt aus längst vergangenen Zeiten, in denen die Menschen ein deutlich größeres Gebiss hatten. Heute ist das Gebiss kleiner und bietet oftmals nicht mehr ausreichend Platz für diese überschüssig gewordenen Zähne. Sie verursachen aufgrund von Platzmangel im hinteren Bereich der Zahnreihe bei vielen Patienten Beschwerden und werden deshalb häufig entfernt.

Die Weisheitszähne entwickeln sich zwischen dem 18. und 24. Lebensjahr und brechen auch erst in diesem Zeitraum durch, sofern sie das überhaupt tun. In manchen Fällen ist das Zahnwachstum bereits abgeschlossen, aber die Weisheitszähne nicht gänzlich durchgebrochen. Wann es nötig ist, die Weisheitszähne zu entfernen, erklären unsere Zahnärzte bei Kleinert+Kleinert aus Zuffenhausen nahe Stuttgart.

Gründe für die Entfernung der Weisheitszähne

Sowohl für die Entfernung der Weisheitszähne als auch für den Verzicht auf den operativen Eingriff sprechen zahlreiche Gründe. Entsprechend gehen die Meinungen darüber auch bei vielen Zahnärzten auseinander. Manch einer empfiehlt grundsätzlich die Entfernung, damit es zu keinen Beschwerden oder ästhetischen Mängeln kommen kann. Zudem ist der Nutzen der Weisheitszähne eher strittig, denn sie werden zum Kauen nicht mehr gebraucht. Andere Zahnärzte wiederum sehen erst Handlungsbedarf, wenn Probleme vorhanden oder absehbar sind, denn der Eingriff kann sehr unangenehme Nebenwirkungen für den Patienten mit sich bringen.

Vier von fünf jungen Erwachsenen haben mindestens einen Weisheitszahn, der nicht durchgebrochen ist. Die Mehrheit dieser nicht durchgebrochenen (retinierten) Weisheitszähne sitzt im Unterkiefer. Das Problem hierbei ist, dass hier häufig nicht genug Platz ist, damit der Zahn vollständig durchbrechen kann; sei es, weil andere Zähne im Weg sind oder die Weisheitszähne selbst schief im Kiefer liegen.

In manchen Fällen verursachen solche Zähne keinerlei Probleme, bei anderen hingegen kommt es zu Schwellungen und Entzündungen. Nicht selten verschieben die nicht durchgebrochenen Weisheitszähne umliegende Zähne. Auch durchgebrochene Zähne können noch zu Komplikationen führen, indem sie sich entzünden oder Karies entwickeln.

Der Zahnarzt entscheidet über die Notwendigkeit der Weisheitszahnentfernung

Natürlich hängt die Entscheidung für oder gegen den Eingriff vom Einzelfall ab. In vielen Fällen gilt: Wenn nicht zu erwarten ist, dass künftig Beeinträchtigungen entstehen, können die Weisheitszähne im Kiefer belassen werden. Doch der Zahnarzt wird zunächst genau prüfen, ob die Weisheitszähne

  • bereits Schäden/Schmerzen verursachen,
  • die Entwicklung des Gebisses beeinträchtigen,
  • sich als Ersatz für verlorene Backenzähne eignen (z. B. zur Brückenbildung) oder
  • eine kieferorthopädische Behandlung stören.

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