Icon, die innovative Methode der Kariesinfiltration, dient primär zur Behandlung von White Spots. Diese White Spots, oder auch weiße Flecken, werden durch intensive Fluoridexposition bereits im Kindesalter begünstigt. Dabei handelt es sich um unschöne Verfärbungen des Zahnschmelzes. Fluorid ist vermehrt in Trinkwasser, Zahnpasta, Speisesalz und fluoridhaltigen Mineralwassersorten enthalten. Insbesondere an den oberen Schneidezähnen lagert es sich hartnäckig ab. Die Schmelzreifung wird durch die hohe Zunahme von Fluorid stark beeinträchtigt, infolgedessen wird der Schmelz immer poröser und die bräunlichen, weißen und gelben Verfärbungen bilden sich.

Bisher fehlte zur Behandlung von White Spots eine einfache und effektive Behandlungsoption. Doch die Infiltrationsbehandlung mit Icon ermöglicht einen schonenden sowie schnellen Erfolg und sichtbare Ergebnisse bei der Beseitigung der Flecken. Die Methode lässt sich vielseitig anwenden, und zwar auf vestibulären (Oberflächen) und approximalen Bereichen (Zahnzwischenräume) des Gebisses. Wir verwenden Icon in unserer Zahnarztpraxis in Zuffenhausen und können unseren Patienten eine Erfolg versprechende Behandlung solcher Flecken anbieten.

Vestibuläre Anwendung

Diese Anwendungsmethode kommt bei der Behandlung von White Spots, Fluorose und traumatisch bedingten Veränderungen des Zahnschmelzes zur Geltung. Mit Icon vestibular lassen sich jedoch Glattflächen leicht behandeln. Allerdings kommt es dabei immer auch auf den Grad der Verfärbung an. Leichte bis moderate Ausprägungen im Falle einer Fluorose konnten bereits erfolgreich behandelt werden. Zahnschmelzdefekte wurden in zahlreichen Fällen verbessert und optisch nahezu unsichtbar gemacht. Kariogene White Spots treten vermehrt infolge einer kieferorthopädischen Behandlung mit Brackets auf, hier ist Icon vestibular bedenkenlos einsetzbar und oft erfolgreich.

Die Behandlung erfolgt in einigen wenigen Schritten. Die Zähne werden anfangs gereinigt. Zum Schutz des Zahnfleischs wird ein Kofferdam darauf platziert. Anschließend wird mit HCl-Gel (Icon-Etch) die pseudo-intakte Oberflächenschicht entfernt. Nach einer kurzen Einwirkzeit von zwei Minuten wird die Läsion mit Ethanol (Icon-Dry) getrocknet. Der Zahnarzt prüft das vorläufige Ergebnis. Sollten die Verfärbungen nicht deutlich weniger geworden sein, kann er den vorherigen Schritt bis zu dreimal wiederholen. Nun wird der dünnflüssige Kunststoff (Icon-Infiltrant) appliziert. Durch die Kapillarwirkung dringt er tief in den Schmelz ein und füllt die Läsion auf. Gegebenenfalls kann auch dieser Schritt nochmals wiederholt werden. Zum Abschluss wird die Oberfläche des Zahns dicht verschlossen und poliert. Eine Woche nach der Behandlung ist von den White Spots nichts mehr zu sehen.

Approximale Anwendung

Für junge Erwachsene, die ein erhöhtes Kariesrisiko für Läsionen in Zahnzwischenräumen aufweisen, ist Icon eine Lösung, den invasiven Eingriff zu umgehen. Icon approximal behandelt die betroffenen Stellen mikroinvasiv und stoppt ein Fortschreiten der Karies in den Zwischenräumen. Sollte bei der Röntgenuntersuchung allerdings eine fortgeschrittene Läsionsausdehnung über das erste Dentindrittel hinaus festgestellt werden, ist Icon nicht mehr indiziert. Es bietet sich somit bei Initialkaries und direkt zugänglichen Approximalflächen an.

Approximalkaries kann erst beim Röntgen entdeckt werden. Unter anderem auch deshalb macht der Zahnarzt regelmäßig Röntgenaufnahmen des Gebisses. Die betroffenen Zähne werden mit speziellen Keilen separiert und das Zahnfleisch mit einem Kofferdam geschützt. Da nur wenig Platz vorhanden ist, wurde ein Folienapplikator entwickelt, mit dem die Oberfläche mit HCl-Gel vorbehandelt werden kann. Das Prinzip ist also ähnlich wie bei der vestibulären Anwendung. Mit Ethanol und Luft wird die behandelte Stelle nun getrocknet und der Infiltrant appliziert. Anschließend folgt die Reinigung des Zahnzwischenraums mit Zahnseide, bevor das Infiltrat lichtgehärtet und poliert wird.

Hinter beiden Anwendungsmethoden steht also das gleiche Prinzip, und letztendlich sind die mechanischen Eigenschaften des künstlichen Zahnschmelzes denen des gesunden Zahnschmelzes absolut ähnlich. Der Patient erhält schonend und effektiv in kürzester Zeit gesunde und schöne Zähne.

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