Das Implantat ist, wenn es um Zahnersatz geht, oftmals die Wunschlösung vieler Patienten. Manch einer schreckt jedoch vor der Behandlung zurück mit dem Gedanken, diese wäre langwierig und schmerzhaft. Doch das ist nur in den wenigsten Fällen so. Wir erklären Ihnen, wie die Behandlung beim Zahnarzt abläuft und wie lange es in der Regel dauert, bis Patienten ihr Implantat vollständig belasten können.

Planung der Behandlung

Zunächst sollten Patienten wissen, dass das Implantieren von Zahnersatz für Zahnärzte absolut zur Routine geworden ist. Bei der Implantat-OP werden die künstlichen Zahnwurzeln in den Kieferknochen verankert und können entweder eine Zahnkrone, eine Brücke oder Vollprothese tragen. Sie sind also echte Multitalente und wohl auch aus diesem Grund eine beliebte Zahnersatzlösung.

Am Anfang einer jeden Behandlung steht das Beratungsgespräch mit dem Zahnarzt. In unserer Praxis in Zuffenhausen ist Dr. Jan Kleinert für Implantologie zuständig. Er entscheidet im Einzelfall, ob die Implantatversorgung angemessen ist oder ob es passende Alternativen gibt. Dafür werden zuvor der Kieferknochen sowie der Zustand des Zahnfleischs und der Zähne im Allgemeinen mittels Röntgen oder CT untersucht, um mögliche Kontraindikationen (zum Beispiel Diabetes oder Parodontitis) zu erkennen. Ist ein Implantat die passende Lösung, wird ein Heil- und Kostenplan für die Krankenkasse erstellt. Gegebenenfalls muss ein Knochenaufbau vor der Operation vorgenommen werden, um den Kieferknochen zu stärken.

Zur Planung der Operation werden ein Modell des Gebisses sowie Bohrschablonen für den Eingriff erstellt, damit das Implantat exakt positioniert werden kann. Erfahrene Zahnärzte sind in der Lage, das Implantat in knapp 20 Minuten in den Kieferknochen einzusetzen. Zumeist ambulant und unter örtlicher Betäubung.

Ablauf der Operation

Der Eingriff ist minimalinvasiv und erfordert nur einige kleinere Einschnitte ins Zahnfleisch und eine auf den Millimeter präzise Bohrung in den Kieferknochen. In das kleine Loch im Knochen wird das Implantat eingeschraubt. Die Einheilungsphase richtet sich nach Wahl der Art des Implantatsystems, also ob einteilig oder zweiteilig. Bei zweiteiligen Implantaten wird das Zahnfleisch über dem Implantat während der Phase des Einwachsens vernäht, beim einteiligen System hingegen geschieht die Einheilung offen. Meist wird die Lücke mit einem Provisorium geschlossen.

Nach der Behandlung

Nach der Operation gilt es für die Patientin oder den Patienten, sich zu schonen und die Wunde zu kühlen. Gegebenenfalls verschreibt der Zahnarzt Schmerzmittel zur Linderung der postoperativen Beschwerden. Es finden zwei Kontrolluntersuchungen in den Tagen danach statt, um den Heilungsfortschritt zu prüfen und Fäden zu ziehen. Nach zwei bis vier Monaten ist das Implantat im Unterkiefer, im Oberkiefer nach vier bis sechs Monaten vollständig eingewachsen. Nun kann der eigentliche Zahnersatz auf dem Implantat befestigt werden. Sofern die Einheilung geschlossen erfolgt ist, muss hier noch ein kleiner Schnitt gemacht werden, um das Zahnfleisch erneut zu öffnen. Brücken und Kronen werden direkt auf dem Implantatkopf verschraubt, Prothesen hingegen mit Halteelementen befestigt.

Nun heißt es für den Patienten, Entzündungen um das Implantat (Periimplantitis) zu vermeiden. Das gelingt am ehesten mit einer gründlichen Mundhygiene und speziellen Putztechniken, mit denen die Bildung von Krankheitserregern minimiert wird. Dazu ist die halbjährliche Kontrolluntersuchung ebenfalls sehr wichtig; hier kann unter Umständen auch der korrekte Sitz des Implantats nochmals geprüft und gegebenenfalls eine Zahnreinigung vereinbart werden.

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