Die Digitalisierung macht auch vor der Zahnmedizin nicht halt. Heute unterstützen innovative Technologien Medizinerinnen und Mediziner umfassend und sorgen für exaktere Ergebnisse und minimale Komplikationsraten. Den Zahnarzt ersetzen kann sie allerdings noch lange nicht. Auch wir Zahnärzte in Zuffenhausen haben die Vorteile digitaler Technologien erkannt und nutzen diese bereits zur Optimierung unserer Behandlungsmethoden.

Arbeit nach Maß beim Implantateinsatz

Für die Zahnmedizin ist das Implantat einst eine Revolution gewesen, heute ist es nahezu ein Routine-Eingriff. Mehr als eine Million künstliche Zähne werden Jahr für Jahr implantiert. Dazu muss eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Die Zahnlücke wird auf beiden Seiten von Nachbarzähnen umfasst.
  • Herausnehmbarer Zahnersatz ist keine Option.
  • Prothesenhalt soll verbessert werden.

Was auch immer der Grund für die Wahl eines Implantats sein mag, es geht immer darum, dem Patienten umfassende Aufklärung und die bestmögliche Behandlung bieten zu können. Die Kunst beim Implantat-Einsatz ist absolute Präzision und Exaktheit. Die Grundlage für den Behandlungserfolg ist die Stabilität des Kieferknochens, der manchmal nur wenige Millimeter dick ist. Das heißt, in manchen Fällen muss noch vor dem Einsatz des Implantats ein Knochenaufbau vorgenommen werden, damit es auch über Jahre hinweg einen festen Sitz hat.

Da schon die Abweichung von wenigen Bruchteilen eines Millimeters bei der Implantologie das Ergebnis massiv beeinflussen kann, sind die Zahnärzte auf das eine oder andere Hilfsmittel angewiesen.

Jeder Millimeter zählt

Das bisher normale Prozedere beim Einsatz des Implantats funktioniert mit einer Schablone, die anhand eines Gebissabdrucks und einem 3D-Röntgen erstellt wird. Dieses Vorgehen ist jedoch recht teuer und aufwändig und die Ergebnisse nicht so exakt, wie Zahnärzte es sich wünschen.

Seit Anfang des Jahres wendet die Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie des UKSH beim Einbringen von Zahn-Implantaten ein neues Verfahren an, das noch präziseres Arbeiten ermöglicht. Bei diesem Verfahren wird das gesamte Prozedere per Computer gesteuert. Unter anderem wird beispielsweise der Bohrer vom Navigationsgerät an den entsprechenden Zahn geführt. Hat dieser sein Ziel erreicht und das Bohrloch markiert, beginnt er auf Befehl des Computers mit dem Bohren. Das große Plus dieses Verfahrens ist die geringe Streuung. Während es bei der Schablonen-Technik zu bis zu 1,5 mm großen Abweichungen kommen kann, ist es bei dieser Technik möglich, lediglich mit 0,2 bis 0,3 mm Streuung zu arbeiten. Die bisherigen Ergebnisse sind nach Aussage der Klinik für Mund-, Kiefer und Gesichtschirurgie äußerst vielversprechend, und auch auf lange Sicht wird ein besseres Ergebnis erwartet.

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