Als Kind erlernt man schon im Kindergarten das richtige Zähneputzen, oftmals erhält man dazu noch den Ratschlag, nach dem Essen sofort die Zähne zu putzen. Doch was ist an dieser Empfehlung dran? Sollte man seine Zähne wirklich direkt im Anschluss putzen? Experten sagen, das sei abhängig vom Essen, das eingenommen wurde. Ein Beispiel anhand verschiedener Frühstücks-Varianten verdeutlicht, dass der richtige Zeitpunkt nicht immer direkt nach dem Essen ist. Unsere Zahnärzte in Zuffenhausen klären Sie über den richtigen Zeitpunkt auf.

Vier Frühstücksvarianten, die den optimalen Zeitpunkt zum Putzen beeinflussen

Jeder gestaltet sein Frühstück unterschiedlich. Manche mögen es eher süß, andere wiederum bevorzugen es deftig. Das, was wir essen bestimmt, wann wir die Zähne putzen sollten.

Buttertoast mit Marmelade:

Ein Klassiker am Morgen. Doch hinterlässt dieses süße Frühstück oftmals einen pelzigen Geschmack im Mund und einen Biofilm auf den Zähnen, der diese für Bakterien und Säuren angreifbar macht. Die im Aufstrich enthaltenen Zuckerkristalle und Kohlenhydrate bilden Säuren, die den pH-Wert sinken lassen, wodurch sich wichtige Mineralien aus dem Zahnschmelz lösen (Demineralisierung) und den Schmelz schwächen. Durch diese Schwächung ist es für Bakterien leichter, sich auf der Schmelzschicht abzulagern und Karies zu verursachen. Daher ist es wichtig, nach dem Essen die Zähne zu säubern. Eine fluoridhaltige Zahnpasta ist besonders geeignet, um die Remineralisierung des Zahnschmelzes voranzutreiben. Hier ist der Ratschlag, nach dem Essen die Zähne zu putzen, also zutreffend.

Müsli mit Milch:

Ebenfalls bei vielen Menschen nicht vom Frühstückstisch wegzudenken ist Müsli. Besonders zu empfehlen ist natürlich zuckerfreies Müsli. Es verspricht aufgrund der vielen gesunden Cerealien einen guten Start in den Tag. Hier ist es nicht erforderlich, die Zähne sofort nach der Nahrungsaufnahme zu putzen. Die Milch, die zugegeben wird, neutralisiert und spült die Überreste festsitzender Müslikörner leicht weg. Nimmt man hingegen gezuckertes Müsli zu sich, bietet man Säuren jedoch wieder Möglichkeiten, sich zu bilden und den Zahnschmelz zu attackieren.

Käse- oder Wurstbrot:

Ein solches, eher herzhaftes Frühstück wird von den meisten Zahnärzten als unbedenklich eingestuft, da kein Zucker aufgenommen wird. Natürlich liefern Brot und Belag viele Kohlenhydrate, die den Stoffwechsel anregen, jedoch sind auch unsere Zahnärzte in Zuffenhausen der Meinung, dass das Zähneputzen nach dem Essen ausreicht, um Schäden zu vermeiden.

Obstfrühstück:

Dass Obst aufgrund der enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe gesund ist, zweifelt niemand an. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hat deshalb die Empfehlung ausgesprochen, zwei Portionen täglich zu sich zu nehmen. Problematisch ist jedoch die ebenfalls enthaltene Säure bei vielen Fruchtsorten, wie zum Beispiel Kiwi, Orangen und Ananas. Diese Säuren weichen den Zahnschmelz auf und lösen Mineralien heraus. Die beim Obstessen freigesetzten Säuren übertreffen den Säuregehalt eines Marmeladenaufstrichs bei Weitem. Da der Zahnschmelz nach dem Essen von der großen Säuremenge weich ist, wäre es fatal, sofort zur Zahnbürste zu greifen, da dieser einfach weggeputzt würde. In einem solchen Fall ist es besser, mit dem Putzen zu warten und stattdessen ein Glas Wasser oder Milch zur Neutralisierung zu trinken.

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