Manche Maßnahmen zur Mundhygiene sind oftmals enttäuschend und erzielen nicht die Wirkung, die man sich erhofft. Im Rahmen der „Vierten Deutschen Mundgesundheitsstudie“ wurde bei 24 Prozent der getesteten Erwachsenen eine erhöhte Ansammlung von Plaque festgestellt. Nur bei 2–3 Prozent der Teilnehmer waren die Zähne frei von Plaque. Dieses Ergebnis lässt den Rückschluss zu, dass weiterhin großer Bedarf an Maßnahmen besteht, um die Bildung von Plaque und Zahnfleischentzündungen zu verhindern. Trotz aller Möglichkeiten der Zahnhygiene scheint es nicht zu gelingen, Plaque in den Griff zu bekommen.

Viele Patienten stellen sich deshalb die Frage, inwieweit Mundspülungen eine geeignete Ergänzung zum Zähneputzen sind und ob die oftmals als lästig empfundene Zahnzwischenraumreinigung einen Nutzen erbringt. Stiftung Warentest hat sich die gängigen Produkte einmal genauer angeschaut und hinsichtlich der Effizienz bei der Zahnpflege getestet.

Unsere Zahnärzte in Zuffenhausen klären Sie gern über die Möglichkeiten einer langfristig erfolgreichen Methodik zur Zahnzwischenraumreinigung auf.

Mundspüllösungen im Test

Besonders empfohlen wird die Anwendung von Mundspülungen für Jugendliche mit fester Zahnspange und ältere Menschen, die ihre Zähne nicht mehr optimal reinigen können. Doch was taugen die vielen Mundspüllösungen, die sich derzeit im Handel befinden, wirklich? Worin liegen die Unterschiede und welche Spülungen können den umfassendsten Schutz vor Karies bieten? Zumindest preislich können die Differenzen recht beachtlich sein, von 0,15 Euro bis 1,60 Euro pro 100 ml ist alles dabei.

Die gute Nachricht: Bei der Prüfung von Stiftung Warentest haben von 20 Spülungen mindestens zwölf die Anforderungen gänzlich erfüllt. Die besten getesteten Spülungen sind sogar in einem niedrigeren Preissegment zu finden. Fünf Spülungen fielen im Test aufgrund mangelnden Schutzes vor Zahnfleischentzündungen, Karies und Zahnbelag durch. Darunter finden sich auch drei hochpreisigere Markenprodukte. Manche Spülungen enthielten kein Fluorid, das nachweißlich Karies vorbeugt und die Zahnsubstanz stärkt. Es mineralisiert die Zahnoberfläche und schützt somit gegen Säuren. Beim Kauf sollten Nutzer deshalb unbedingt auf den Fluoridgehalt achten. Viele der teureren Lösungen verwenden statt Fluorid den Wirkstoff Hydroxylapatit, dessen medizinscher Nutzen jedoch nicht ausreichend belegt ist.

Auch wenn es um den Aspekt „Kindersicherung“ geht, sind fünf Spülungen als ungenügend eingestuft worden, da kein ausreichender Schutz der Verpackung vor Kindern vorlag. Aufgrund des häufig süßlichen, minzigen Geruchs kommen Kinder schnell in Versuchung, von der Lösung zu testen. Zwar ist überwiegend kein Alkohol in den Spülungen enthalten, doch können besonders zinkhaltige Mundspülungen schädlich für die Gesundheit sein. Kinder bis sechs Jahre sollten deshalb auch keine Mundspülung nutzen, da sie diese versehentlich verschlucken könnten.

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