Nicht nur die natürlichen Zähne müssen täglich gepflegt werden, sondern auch der künstliche Zahnersatz benötigt ordnungsgemäße Pflege. Die Deutsche Gesellschaft für Implantologie e. V. (DGI) weist darauf hin, dass Entzündungsprozesse, die zum Verlust der künstlichen Zahnwurzel führen, mit der passenden Pflege vermieden werden können. In der neuen Klassifikation von Erkrankungen des Zahnhalteapparates wurden nun erstmals auch Entzündungen des umliegenden Gewebes von Zahnimplantaten einbezogen. Auf Basis dieser Erkenntnisse sollte nach Einschätzung der DGI die Pflege von Implantaten mindestens ebenso gründlich vorgenommen werden, wie die der eigenen natürlichen Zähne. Wir bei Kleinert+Kleinert in der Zahnarztpraxis in Zuffenhausen informieren unsere Zahnersatzpatienten deshalb zu den Risiken der Entstehung einer Entzündung und wie man sie vermeiden kann.

Entzündungen vermeiden – durch gezielte Mundhygiene

Zahnärzte in Deutschland setzen circa eine Million Implantate jährlich, um Zahnlücken zu schließen und ein ästhetisches Zahnbild und optimale Funktionalität (wieder) herzustellen. Diese Art des Zahnersatzes ist für die meisten Patienten äußerst zufriedenstellend, da sich die Lebensqualität mit einem Implantat in der Regel deutlich verbessert.

Das Einsetzen des Implantates soll verhindern, dass gesunde, umliegende Zähne zum Einsetzen einer Brücke unnötig beschliffen werden müssen. Allerdings bringt ein solcher künstlicher Zahnersatz auch das Risiko einer Entzündung des umliegenden Gewebes mit sich. Bei mehr als einem Drittel von knapp 600 Implantatpatienten wurde nach einer Untersuchung schwedischer Forscher wenige Jahre nach der Behandlung eine Mukositis (Schleimhautentzündung) um das Implantat herum festgestellt.

Verursacht werden solche Entzündungen meist durch schlechte Mundhygiene und unzureichende Entfernung des Zahnbelages auf den Implantaten. Wird die Entzündung nicht rechtzeitig behandelt, kann sie auf den Kieferknochen übergreifen und wichtige anatomische Strukturen zerstören (Periimplantitis). Bei knapp der Hälfte der 600 untersuchten Patienten ließen sich erste Symptome für eine fortgeschrittene Periimplantitis feststellen, das Knochengewebe war um mehr als einen halben Millimeter abgebaut. Die Periimplantitis ist eine Komplikation, die bereits nach zwei bis drei Jahren zu bemerken ist und unbehandelt schwerwiegende Auswirkungen auf das Gewebe und die Zahnfleischtaschen hat. Feststellen lässt sich der Rückgang des Knochens am einfachsten bei einer gründlichen Untersuchung durch den Zahnarzt. In unserem Praxisstandort in Zuffenhausen erstellen wir deshalb zunächst ein Röntgenbild, um das Ausmaß der Entzündung zu begutachten. Anhand des Röntgenbildes lässt sich am besten prüfen, ob der Knochen bereits angegriffen wurde.

Eine Behandlung der Periimplantitis ist noch nicht zur Gänze erprobt. Experten sind sich jedoch einig, dass ein chirurgischer Eingriff häufig die effektivste Lösung darstellt. Es gar nicht erst soweit kommen zu lassen, ist die beste Lösung. Patienten mit schlechter Mundhygiene und chronischer Parodontitis sind häufig prädestiniert für eine Periimplantitis. Die Prophylaxe ist daher entscheidend für den Erfolg der langfristigen Gesundheit des Gewebes. Implantatpatienten sollten ihren jährlichen Kontrolltermin unbedingt wahrnehmen, um die Entstehung einer solch schwerwiegenden Entzündung zu vermeiden.

Als Zahnärzte in Zuffenhausen führen wir Prophylaxe-Untersuchungen für Sie durch. Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne jederzeit zur Verfügung, zögern Sie nicht, uns unter +49 711 873966 zu kontaktieren.

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