Im Schlaf baut unser Köper den Stress des Tages ab und verarbeitet die erlebten Emotionen. Ist die physische Anspannung und Belastung zu groß, entlädt sie sich häufig durch Knirschen, Pressen und Reiben mit den Zähnen (Bruxismus). Dieses Zähneknirschen ist häufig in bestimmten Schlafstadien (REM-Schlaf) zu bemerken, aber auch tagsüber kann es in Phasen von starker seelischer Belastung zum Wachbruxismus kommen. Die Ursachen von Zähneknirschen sind demnach eng mit dem persönlichen Befinden des Patienten verknüpft. Der Patient selbst merkt häufig gar nicht, dass er im Schlaf mit den Zähnen knirscht.

Für die Zahnsubstanz ist Bruxismus besonders schädlich, denn festes Reiben wetzt auf Dauer den Zahnschmelz geradezu ab, bis das Zahnbein sichtbar wird. Die Zähne müssen während des Reibevorgangs Kräfte von bis zu 800 Newton aushalten, umgerechnet 100 Kilogramm. Die Folge: Zähne verlieren ihr Relief und werden kälte- und temperaturempfindlich. Schmerzen im Kiefergelenk und den Zähnen sowie Nackenverspannungen, Migräne und Tinnitus sind die möglichen Konsequenzen jahrelangen Knirschens. Bei der jährlichen Kontrolluntersuchung kann der Zahnarzt in der Regel schnell feststellen, ob der Zahnabrieb natürlichen Ursprungs ist oder durch Knirschen hervorgerufen wurde.

Zahnärztliche Behandlung gegen Knirschen bei Kleinert+Kleinert

In unserer Zahnarztpraxis in Zuffenhausen untersuchen wir deshalb Ihre Zähne und die Kieferfunktion ganz genau. Stellen wir fest, dass verstärkter Abrieb vorliegt, nehmen wir eine instrumentelle Funktionsanalyse vor und fertigen eine Röntgenaufnahme des gesamten Kiefers an, um andere Ursachen als Bruxismus auszuschließen. Zur Behandlung einer sogenannten craniomandibulären Dysfunktion nutzen wir ausschließlich schonende und reversible Verfahren. In den meisten Fällen reicht eine Aufbiss-Schiene oder Okklusionsschiene bereits aus. Bei der Okklusionsschiene handelt es sich um eine individuell angepasste Funktionsschiene aus durchsichtigem Kunststoff, die Störungen im Biss ausgleicht und Kauflächen vor Abnutzung schützt. Die Aufbiss-Schiene ist weniger aufwendig in der Anfertigung, kann jedoch keine Störungen beheben. Beide Schienen werden mit dem primären Zweck angefertigt, Ober- und Unterkiefer nachts voneinander zu trennen, sodass der Druck auf die Zähne verringert wird. Dabei werden die schädlichen Knirsch- und Pressbewegungen des Kiefers reduziert und dadurch die Zähne vor weiteren Schäden bewahrt.

In manchen Fällen ist es ratsam, zusätzlich zur Aufbiss-Schiene oder Okklusionsschiene eine begleitende physiotherapeutische Behandlung wahrzunehmen. Dabei werden spezielle Lockerungs-, Dehn- und Massageübungen gemacht, die den Stress im Alltag reduzieren und das Knirschen damit verringern oder sogar abstellen können.

Sie möchten gern mehr zu unseren Behandlungsmethoden als Zahnarzt in Zuffenhausen erfahren? Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren, gern beantworten wir Ihre Fragen.

Kleinert+Kleinert – Die Zahnspezialisten freuen sich auf Ihre Kontaktaufnahme.

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